18.09.2020

DMX Steuerung

DMX Steuerung
DMX Steuerung

Wer sich als DJ das erste mal einen Lichteffekt kauft, der lässt ihn gerne auf einem Automatikprogramm oder Sound2Light laufen, das heißt: Er stellt ein Programm ein, was entweder automatisch abfährt oder im Sound2LightModus durch das eingebaute Mikrofon auf die Musik reagiert und sich so selbst steuert.

Für den Anfang reicht das meist auch vollkommen aus.

Doch wenn man dann öfter mal mit seinen Lichteffekten auf Events unterwegs war, hat man doch ein wenig mehr Anspruch als die Lichter einfach nur so vor sich hin blinken zu lassen.

Vielleicht geht es dir da sogar so wie mir, der gemerkt hat, dass man z.b. auf einer Hochzeit auch mal ruhige Momente hat (wie z.b. zur Tanzeröffnung) und es hier einfach nicht passt, wenn die Lichter wild vor sich hin blinken – das macht die ganze schöne Atmosphäre zunichte.

Spätestens da sagte ich mir: 

Ich brauche etwas, mit dem ich meine Lampen steuern kann. Da ich damals auch totaler Anfänger war, versuchte ich mich zu informieren – und hatte anfangs gar kein Verständnis für Steuerpulte, DMX, Software-basierte DMX-Lösungen, Kanalbelegungen, usw.

Mittlerweile habe ich ein gutes Grundwissen. Und dieses möchte ich hier mit dir teilen.

Du kannst die alle Videos rund um DMX Steuerung hier direkt angucken. Alles was ich in den Videos erkläre ist hier nochmals als Text zum Lesen niedergeschrieben.

Viel Spass!

PS: Willst Du mehr über Licht & das DJing lernen, dann trage dich hier für unsere DJ Insider Tipps ein.

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DMX Steuerung

Welche Grundlagen gibt es, damit das Licht überhaupt blinkt?

Sound to Light Steuerung
Der meist benutzte Einstellung am Gerät unter uns DJs und Anfängern ist der Sound2Light Modus. Fast jedes Gerät verfügt über ein eingebautes Mikrofon. Dies erkennt Geräusche, wie z.b. die Musik, die du als DJ abspielst.
Sobald das Gerät die Musik erkennt, fängt er auch schon direkt an loszulegen. Er blinkt und bewegt sich in all seinen Funktionen und Farben.

An einem eventuellen Drehrad am Gerät lässt sich sogar noch die Empfindlichkeit des Mikrofones einstellen. Nicht jedes Gerät besitzt jedoch dieses Drehrädchen.

Master-Slave Steuerung
Diese wird hauptsächlich benutzt, wenn man mehrere Lichteffekte desselben Typs hat. Diese werden dann über ein DMX-Kabel (da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen) miteinander verbunden.

Das erste Gerät wird als sogenanntes Master-Gerät eingestellt. Diese Einstellung kann man im Menü des einzelnen Gerätes vornehmen. Alle weiteren Geräte, welche man dann per Kabel an das Master-Geät hängt, werden als Slave angesehen. Hier muss im Menü des Gerätes „Slave“ ausgewählt werden.

Nun machen alle Geräte die auf „Slave“ eingestellt sind genau DAS nach, was das Gerät, welches auf „Master“ eingestellt ist, vorgibt.
Stellst du z.b. das Master-Gerät auf ein intern gespeichertes Programm ein, so führen alle Slave-Geräte dieses Programm auch aus – und zwar komplett Synchron. Das sieht klasse aus, wenn man z.b. mehrere Flower Effekte hat, die sich nun alle im gleichen Rythmus bewegen.

DMX-Steuerung
Über DMX und ein separates Lichtpult kannst du deine Lichter ganz genau steuern. Du kannst per Tastendruck z.b. alles in eine Farbe tauchen, automatische Farbwechsel hervorrufen, auf Wunsch deine Lampen schnell oder langsam blinken lassen – oder du lässt Moving Heads durch den Raum kreisen.

Das alles ist machbar wenn du dein Licht selbst steuern willst.


Was braucht man um sein Licht gut steuern zu können?

Als allererstes musst du darauf achten ob deine bisherigen Lichter – oder auch die, die du zukünftig kaufen willst, DMX-fähig sind.

Was ist DMX?
DMX ist die Verbindung mit einem Kabel. Ein sogenanntes DMX-Kabel verbindet die Geräte miteinander. Ohne diesen Anschluss kannst du ein Gerät nicht in eine spätere Programmierung einbinden. Es gibt auch kabellose Lösungen, die zeige ich dir im Fortgeschrittenen Kurs. Für den Anfang sind sie noch nicht von Nöten.

Muss es unbedingt ein DMX-Kabel sein? Ein XLR-Kabel sieht genauso aus... Das DMX-Kabel hat den Vorteil, dass es einen 110 Ohm Wiederstand hat

Was brauchst du noch?
Du brauchst natürlich entsprechende Lichteffekte. Vielleicht besitzt du schon einen Lichteffekt, den man verwenden kann, vielleicht willst du dir aber auch noch einen zulegen.

Hier unterscheidet man zwischen festem Licht und bewegtem Licht.
Also grundsätzlich bewegt sich ja jeder Lichteffekt, zumindest mit dem, was da rauskommt.

Ein festes Licht ist. z.b.

  • eine LED Bar oder
  • ein Flower Effekt


Ein bewegtes Licht ist z.b.

  • ein Moving Head


Bei bewegten Lichtern ist die Programmierung als Anfänger bedeutend schwerer als bei festem Licht.


Lichteffektarten für mobile DJs

Um optimal auf eine Feier, wie z.b. eine Hochzeit vorbereitet zu sein, benötigt man mindestens zwei Arten von Lichteffekten:

  1. Ein Fluter-Effekt, der die komplette Fläche, auf der später getanzt werden soll in Farbe taucht. Dies kann z.b. für kleine Feiern ein LED-Fluter sein, bei größeren Feiern benutzt man eher eine LED Bar. Diese ersetzt die klassischen PAR-Kannen von früher. Diese Fluter-Effekte kann man zur Party auch mit einem Farbwechsel steuern, so dass die Tanzfläche mit einem Farbwechsel ein wenig Leben erhält.

  2. Ein Flower-Effekt, welcher viele bunte Strahlen in den Raum und auf die Tanzfläche wirft. Diese drehen sich meist oder blitzen auch mal auf. Sie sind dafür gedacht, dass Bewegung auf der Tanzfläche herrscht, welche zum tanzen einlädt.

  3. Ein Scanner oder Moving Head ist optional verwendbar, da er in der Anschaffung bedeutend teuer ist, technisch aufwändiger und auch komplizierter zu programmieren ist. Er wirft einen Strahl in den Raum oder auf die Tanzfläche, eventuell sogar mit einem Muster oder Gobo versehen, je nachdem welche Art Moving Head du kaufen möchtest. Es gibt 3 Arten von Moving Heads: 1. Den Gobo-Moving Head 2. Den Wash Moving Head 3. Den Beam Moving Head Der Strahl jedes einzelnen Moving Heads lässt sich dann quer in jeden Winkel des Raumes ausrichten. Wenn man ihn später programmiert hat, kreist er schön ansehnlich durch den Raum.

  4. Floorspots. Das sind Scheinwerfer, die man an die Wände des Raumes stellt, damit diese die Wand in Farbe tauchen. Hier stellt man mehrere dieser Spots verteilt im Raum auf, so dass diese zusammen den ganzen Raum in eine Farbe tauchen. Entweder lässt man diese konstant auf einer Farbe eingestellt oder man schließt sie an seine Lichtsteuerung mit an. So lassen sich später schöne Farbwechsel programmieren, was zur Party sehr förderlich sein kann.


Mit einem Lichtpult oder einer Software steuerst du dein Licht Zu allererst brauchst du ein Gerät mit dem du später deine Lichter steuern willst.

Hier unterscheidet man zwischen

1. einem Controller (einem festen Gerät mit Knöpfen zum anfassen),
2. einer Software, die du auf einem Laptop installierst. Hier benötigst du jedoch noch ein DMX-Interface damit du dein Licht steuern kannst. Und es gibt noch
3. einer App-basierten Software + passsendes Gerät dazu – dies gibt es oft als Komplettpack.

Alle 3 Varianten kannst du nutzen um deine Lichteffekte zu steuern.

Fakt ist auch, egal für welche Variante du dich entscheidest, du musst dich in alle 3 Varianten einarbeiten. Du musst den Controller, die Software oder die App kennenlernen, damit du verstehst für was welcher Knopf da ist.

​Die Vorteile & Nachteile der einzelnen Systeme sind:


Controller:
Vorteil:

  • Er ist robust und du hast echte Knöpfe zum anfassen
  • DMX Anschluss direkt am Gerät


Nachteil:

  • Es ist für manche DJs aufwändiger Geräte in den Controller ein zu programmieren, als bei einer Software, da du hier keinen Bildschirm hast um bildlich zu sehen, was du gerade machst. Vor allem als Neuling macht das einem oft zu schaffen.
  • Auch sind noch viele Pulte auf dem Markt, bei der die Anzahl der anschliesbaren Lampen festgelegt ist. So gibt es Pulte, die nur 8, 12, 16 oder 32 Lampen unterstützen, wodurch die Startadressen für einzelne Scheinwerfer auch schon vorgegeben sind.



Software:
Vorteil:
  • Du kannst alles am PC machen, hast eine schöne Oberfläche auf der du alle Geräte auch direkt siehst.
  • Sehr vielfältig in der Programmierung
  • Wlan Interface je nach Software gleich mit dabei


Nachteil:

  • Oft müssen DJs für die Software einen eigenen Laptop benutzen, da Lichtsoftware + DJ Programme einerseits viel Leistung brauchen und das umwechseln zwischen DJ + Lichtsoftware nicht immer gewollt ist.
  • Zudem brauchst du auch ein DMX Interface, da dein Laptop ja USB Anschlüsse hat und keine DMX-Anschlüsse


App-Steuerung:
Vorteil:

  • Du hast eine bildliche Übersicht über deine Geräte und kannst sie vom Ipad aus steuern
  • Du kannst das Gerät überall hinstellen und dort die Geräte anschließen. Über das Handy, Tablet oder Ipad (welches über WLAN verbunden ist) steuerst du dann deine Lampen


Nachteil:

  • Wenn du noch kein Ipad hast, musst du dir extra eins dafür kaufen
  • Noch nicht sehr ausgereifte Technik




​Wie schließt man es an? - Die richtige Verkabelung

Egal ob Controller, Software mit Interface oder Gerät mit App – alle 3 Varianten haben einen DMX Ausgang, an dem du den Start deiner Verkabelung beginnst.

Hier schließt du nun dein DMX Kabel an und steckst das andere Ende in deinen ersten Lichteffekt. Von dort aus gehst du mit einem weiteren DMX Kabel an dem Gerät wieder raus und in deinen zweiten Lichteffekt wieder rein. Genauso gehst du vor, wenn du weitere Lichteffekte anschließen willst.

Wichtig ist zu wissen, dass du bei einer einzelnen Verkabelung maximal 32 Geräte anschließen kannst

An den letzten Scheinwerfer in deiner DMX-Linie solltest du einen sogenannten „Terminator“ setzen. Dies ist ein XLR-Stecker mit einem Abschlusswiderstand, der verhindert, dass ein Teil des digitalen DMX-Signals am Ende der Leitungskette reflektiert und als Störung auf den Signalweg zurückgeworfen wird. Da ein Terminator nur wenige Euro kostet, solltest Du hier buchstäblich nicht am falschen Ende sparen!

Gibt es hier zu kaufen: DMX TERMINATOR



Wie funktioniert die Kanalbelegung?

Jedes Gerät benötigt eine gewisse Anzahl an Kanälen um gesteuert werden zu können. Jeder Kanal steht hier für eine gewisse Funktion.

So kann ein Kanal z.b. bei einer LED Bar dafür da sein Rotes Licht auszugeben.
Ein anderer Kanal kann für die Farbe Grün stehen, ein weiterer für die Farbe Blau.

Schiebt man den Kanalregler dann nach oben, kann man z.b. die Helligkeit der Farbe einstellen. Weitere Kanäle sorgen dann für andere Funktionen und Effekte.
Wie z.b. an einer LED Bar sorgt ein Kanal für ein Stroboskop Effekt. Umso weiter du den Regler nach oben schiebst umso schneller blitzt der Fluter.

Eine LED Bar (festes Licht) hat dann z.b. 6 Kanäle. Bei einem anderen Gerät wie z.b. einem Moving Head findet man dagegen weitaus mehr Kanäle, wie z.b. 23 oder 28, da das Gerät auch weitaus mehr Funktionen hat. Hier muss der Moving Head nicht nur Farben wiedergeben, sondern z.b. auch Gobos.

Auch benötigt er weitere Kanäle um den Kopf zu bewegen. In einem Kanal kann man ihn z.b. von oben nach unten bewegen, auf einem anderen von rechts nach links.


​Wichtig ist zu wissen, dass man bei vielen Geräte einstellen kann, ob man das Gerät z.b. nur mit 6 Kanälen steuern will oder doch mit 9. Das solltest du jedoch in der Bedienungsanleitung des Gerätes nachlesen, um zu entscheiden was für dich mehr Sinn macht.

Nicht immer macht eine höhere Kanalbelegung auch wirklich Sinn. Es erhöhen sich dadurch nicht immer die Funktionsmöglichkeiten, sondern eher die Unterteilung einzelner Kanäle.

So kann es z.b. auch mal sein, wenn man ein Gerät nur mit 6 Kanälen anstatt 9 steuern will, dass sich dann 1 Kanal mehrere Funktionen teilt und man hier wenn man den Regler hochschiebt zuerst die Farbe Rot erhält, ab einem Drittel dann die Farbe Blau und ab dem nächsten Drittel dann die Farbe Grün. Auf den anderen Kanälen sieht es dann ähnlich aus.
Auf jeden Fall solltest du dich auf eine Kanalanzahl bei der Geräteeinstellung festlegen, mit dem du das Gerät betrieben willst, so dass du es gleich mit der entsprechenden Kanalanzahl in deine Reihe einprogrammieren kannst.


​​​Einstellen am Gerät selbst

Dann musst du am Gerät einerseits einstellen mit welcher Kanalanzahl du das Gerät betreiben willst und auf der anderen Seite musst du im Gerät gleich auch die Kanalbelegung eingeben, mit dem du das Gerät starten willst.

Das sieht dann z.b. so aus:
DMX Steuerung


​Je nachdem wieviele Geräte du zukünftig steuern willst, entscheidest du dich für eine Steuermöglichkeit.

Vergiss hierbei nicht auf die maximale Kanalbelegung zu achten. Controller oder Softwaremöglichkeiten bieten meist entweder 192, 512 oder 1024 Kanäle an.

​​​In unserem Beispiel hätten wir jetzt schon 33 Kanäle belegt.
Das heißt, wenn du dir viel mehr Lichttechnik zulegen willst, macht es eventuell mehr Sinn eine Steuerung mit z.b. 512 oder mehr Kanälen zu kaufen. Eine Software hat da wenig Grenzen, beim Kauf des Interfaces musst du jedoch drauf achten.


Was macht man mit 2 gleichen Geräten, die das selbe machen sollen?
Hast du z.b. aber 2 gleiche Geräte, die auch in deiner Lichtsteuerung genau dasselbe machen sollen, kannst du auch beide Geräte einfach verkabeln und dann beide auf den selben Kanal einstellen – dann werden beide angesprochen und machen genau das selbe.

Dann sieht das z.b. so aus:
Licht steuern lernen


So kannst du deine Reihe an Lichteffekten, egal ob LED Bar, einzelne Spots, Flower Effekte oder Moving Head, steuern. Alle DMX-steuerbaren Geräte kannst du hier in die Reihe einreihen.

Ja du kannst sogar eine DMX-fähige Nebelmaschine in die Programmierung einreihen.


Wichtig ist zu sagen, dass du dir vorab die Kanalbelegung, auf die du Geräte programmiert hast, einmal aufschreibst. Denn du wirst sie gleich wieder brauchen um genau diese in dein Steuerpult einzuprogrammieren.


Einstellen am Steuerpult

Ab hier dreht sich nun alles um das Steuerpult. Also deinen Controller, deine Software oder auch deine App. Denn hier am Steuerpult selbst sieht eine Programmierung ganz anders aus als am Gerät selbst.

Hier müssen alle deine Geräte nun nacheinander einprogrammiert werden. Teilweise muss dazu dem Gerät auch gesagt werden, welcher Kanal für welche Funktion gut ist.


Softwarebasiert kommt es auch öfter vor, dass du der Software nicht nur sagen musst:
Dieser Regler der Software soll für diesen Kanal des Gerätes gut sein

Sondern dass du ihr dann auch gleich sagst:
Wenn du diesen Regler hier später verschiebst, dann ist der für die Farbe Rot zuständig.

Meist steht am Regler danach auch noch „Rot“ dabei. Bei manchen Softwares kannst du hier sogar noch einen eigenen Namen hinterlegen. Bei Controllern klebt man sich dann meist ein kleines Infoschild an den Regler, um es nicht zu vergessen.

Die Einprogrammierung ist nun von Gerät zu Gerät unterschiedlich, je nachdem was du hier lieber verwendest, ob fester Controller, Software am Laptop oder App am Tablet. Hier musst du unbedingt die Bedienungsanleitung deines Gerätes lesen um zu lernen wie es speziell in diesem System funktioniert. Fast jede Möglichkeit ist hier anders.

Sie basieren zwar alle auf dem selben Grundprinzip, aber wenn du dich für eine Lösung entschieden hast, dann schau in die Anleitung wie speziell dort die Einprogrammierung funktioniert.

Ich möchte dir das aber nun mal anhand einer App-Steuerung auf meinem Ipad zeigen. Ich verwende hier das Ehrgeiz AIR-DMX. Wenn dir diese Steuerung gefällt und es auch was für dich wäre, dann findest du es hier.

Eine Software-Lösung ist aus meiner Sicht nicht nur Trend der Zeit, sondern hilft dir auch eine Übersicht zu behalten bei all den Geräten und den vielen Kanälen. Bei einem Hardwarecontroller musst du dir Kanalbelegung schon aufschreiben oder merken, damit du später weißt, welcher Regler für welche Funktion da ist. Bei der Software oder App hast du dagegen alles Bildlich direkt in der Übersicht

Wie steuert man es?

Das Wichtigste: Einzelne Regler sind nun für einzelne Kanäle da!
DMX Tutorial Deutsch



​Nun siehst du hier in der Übersicht dass jeder Regler nicht nur einen Namen hat, sondern dass hier die ersten 6 Kanäle für Gerät 1 genutzt werden, sogar der Gerätename wird hier grau im Hintergrund angezeigt.

​Ab Kanal 7 fängt dann das nächste Gerät an, auch mit einem eigenen Namen. Jeder dieser Regler hat nun genau Die Funktion die wir ihm zugewiesen haben.

Verschiebst du dann z.b. Regler Nr. 3 von Gerät 1 so erhälst du die Funktion wie am Regler hinterlegt. Alternativ siehst du auch in der Bedienunganleitung was Regler Nr. 3 bewirkt wenn du ihn verschiebst.​

DMX Lichtsteuerung Deutsch


​Anfangs hilft es dir wahrscheinlich noch zu lesen was am Regler direkt dran steht oder auch mal einen Blick in die Anleitung zu werfen, wenn du nicht mehr weißt für was welcher Regler war. Hast du die Regler irgendwann öfters benutzt, so weißt du aus dem Kopf wozu jeder einzelne da ist.

Nun hast du natürlich die Möglichkeit anhand dieser Regler gewisse Licht-Einstellungen vorzunehmen.

Das heißt wenn du jetzt z.b. all deine Lichteffekte, egal ob diese LED Bars, Flower Effekte oder andere Spots sind, auf die Farbe Rot einstellen willst, dann musst du natürlich erstmal den Regler von Gerät 1 verschieben und auf die Farbe Rot einstellen, das selbe musst du dann auch für Gerät 2 machen und bei jedem weiteren.

Bis du dann alle Geräte auf die Farbe Rot eingestellt hast, vergeht einige Zeit
Besonders wenn man als Anfänger noch nicht genau weiß wo jetzt der Regler für die Farbe Rot war.

Willst du danach alles auf eine andere Farbe einstellen, dann muss erst der Regler für die Farbe Rot wieder auf 0 gestellt werden und der Regler für die Farbe Blau nach oben gefahren werden – das bei jedem einzelnen Gerät.

Du merkst schnell dass dies sehr mühselig ist.

Und eigentlich soll dir die Lichtsteuerung ja deine Arbeit erleichtern.

Daher gibt es die Möglichkeit Szenen zu erstellen, die man dann einfach nur noch mit 1 Taste abrufen kannst


Wie erstellt man Szenen?

Jeder Controller und jede Software hat die Möglichkeit sich auf gewisse Knöpfe oder Buttons Szenen legen zu können.
Eine Szene ist eine voreingestellte Anreihung der Kanäle oder Ausrichtung der Regler. So wie eben angesprochen: Wenn du alle Spots auf die Farbe Rot stellen willst, dann stellst du die einzelnen Regler der Kanäle so ein, dass alles auf Rot steht. Und diese Einstellung der Regler kann man genau So abspeichern und sich auf einen separaten Button legen.

Drückt man dann später auf diesen Button fahren alle Regler in die abgespeicherte Position und alle Lampen gehen mit einem Schlag auf die Farbe Rot.

Einen anderen Button kann man dann z.b. auch auf die Farbe Blau programmieren. Drückst du diesen dann, fährt alles auf die Farbe Blau. Das vereinfacht vieles.

Bei vielen Softwaren kann man zudem eine Fading-Zeit einstellen, so dass nicht alle Regler auf einen Schlag auf die Farbe Rot oder Blau gehen, sondern dass sie z.b. innerhalb von 5sek ineinander wechseln. Das ist z.b. sehr hilfreich, wenn man bei einer Tanzeröffnung auf einer Hochzeit die Farben wechseln will.

Mit dieser Szenenprogrammierung kannst du jede Reglerposition abspeichern die du möchtest.

Nur mal als Beispiel kannst du eine LED Bar auf die Farbe Blau einstellen, während der Flower Effekt nur Rote Strahlen auswirft und ein Moving Head (bei dem du mit den Reglern die Position ändern kannst) mit weißen Strahlen auf eine hängende Spiegelkugel gerichtet ist.

Deinen Ideen sind hier keine Grenzen gesetzt und jeder DJ programmiert hier seine eigenen Szenen anders. ​Dennoch möchte ich dir mal einige Grundszenen, die ich selbst benutze, als Orientierung zeigen.


Shows programmieren

Das Thema Shows ist richtig vielfältig, nochmal ein Nummer größer als nur Szenen anzulegen und es ist das mit dem die Profis arbeiten.

Shows sind eine Ablauffolge mehrerer Szenen. Sie werden ähnlich wie Szenen in dein Gerät einprogrammiert und durchlaufen dann per Tastendruck mehrere Szenen.

So kannst du z.b. die Szene mit „Alles Blau“ einstellen, welche 5 Sekunden später durch „Alles Rot“ ersetzt und wieder 5 Sekunden später durch „Alles Grün“ ersetzt wird. Das wiederholt sich dann wieder und alle 5 Sekunden ändert sich das komplette Farbbild. – Das ist nur mal eine ganz einfache Show als Beispiel.

Shows sind wunderbar dafür geeignet Bewegung, Abwechslung und Stimmung in deine Lichtshow zu bekommen.

In Theatern, Konzerten oder auch Festivals werden ganze Shows auf einen einzigen Song programmiert. Das machen die Programmierer vorher, so dass in ruhigen Momenten des Songs die Lichteffekte nur langsam durch die Menge gleiten und sobald sich der Song steigert oder sogar der Drop kommt, hier mit Stroboskop und weiteren Effekten gearbeitet wird.


Wichtig ist zu sagen: Eine Show ist nicht eben so mal programmiert. Selbst wir kleinen mobilen DJs sitzen hier Stunden dran. Aber wenn es dann mal fertig ist, dann sieht das mega aus und der Aufwand hat sich gelohnt.

Auch funktioniert die Einprogrammierung von Shows bei jedem Controller, Software oder auch App anders. Daher ist es auch hier wichtig in die Bedienungsanleitung zu schauen, damit du weißt, wie es speziell bei deinem Gerät funktioniert.

Ja, das waren sie:
Die Grundlagen der Lichtsteuerung, die man wissen muss, um nun selbst zu starten.

Hast du hier trotzdem noch Probleme bei oder willst es nicht alleine machen? Dann melde dich bei mir, wir setzen uns 1 Stunde in Skype zusammen und programmieren deine Szenen & Shows, so dass du bei dem nächsten Gig direkt damit glänzen kannst.

Mikes Hilfe in Anspruch nehmen

Ich wünsch dir viel Spass bei deiner Programmierung

Mike

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